Keine Chance für den Stadtrivalen: Die Roten gewinnen souverän mit 0:3 (0:2)
Geposted
,14 / August / 2011
So stellt man sich einen perfekten Fußball(spät)nachmittag vor: Eine Mannschaftsleistung, die sich mit „eindrucksvoll und souverän“ wohl sehr treffend beschreiben lässt, dazu Traumstimmung von den Rängen bei herrlichem Sommerwetter...
Favoritenrolle hin oder her, die Anspannung vor einem Derby, sei es auch „nur“ gegen die Amateure des Stadtrivalen, ist eine ganz andere als bei jedem anderen Spiel. So knisterte es auch heute von der ersten Minute weg in der UPC Arena, die rote Anhängerschar bereitete Deutschmann & Co am heimischen Stadion auch stimmungstechnisch ein „Heimauswärtsspiel“.
Ales Ceh musste die erfolgreiche Formation vom Steyr Spiel an einer Position verändern, der erkrankte Thomas Murg konnte nicht einlaufen, für ihn rückte David Fink in die Viererkette, Christian Schilling nahm den Murg part ein. Die Anfangsphase verlief dann auch ähnlich wie beim 5:0 Auswärtssieg in Steyr, nach anfänglichem Abtasten übernahmen die Roten sofort das Kommando und gaben es im Laufe des Abends zur Freude der Zuschauer auch nicht mehr ab. Schon nach 16 Minuten wird man zum ersten Mal belohnt, Daniel Brauneis legt uneigennützig für Christian Schilling ab, der zieht durch und schon zappelt der Ball zum ersten Mal am heutigen Abend im Netz, die Roten früh auf der Siegerstraße. In der Folge erspielen sich Rauter, Brauneis & Co einige hochkarätige Torchancen, wenn man das Haar in der Suppe finden will, dann kann man die Chancenauswertung kritisieren – zu diesem Zeitpunkt hätte es bereits 2 oder 3:0 stehen müssen. 28. Minute, der nächste perfekt vorgetragene Angriff, diesmal steht dem zweiten Treffer nichts im Wege, Rauter tanzt den herauseilenden Schachner aus und stellt auf 0:2. Bis zur Pause verändert sich das Bild dann nur unwesentlich: Die Roten immer wieder gefährlich vor dem Tor der Sturm Amateure, einzig der mangelnden Chancenverwertung verdanken es die Gastgeber, dass es nur mit 0:2 in die Pause geht. Torchancen für Sturm? Fehlanzeige!
Auch nach dem Seitenwechsel ändert sich nichts Grundlegendes, der GAK ist den Sturm Amateuren in allen Belangen überlegen, angetrieben vom bärenstarken Stefan Nutz erarbeiten sich die Roten auch im zweiten Durchgang einige 100%ige Torchancen, aber, richtig geraten, – die Chancenauswertung... Nach 68 Minuten wird es unserem Torschützenkönig der Vorsaison dann aber endgültig zu bunt, in der Manier eines Klassestürmers schließt Herbert „Doppelpack“ Rauter einen Angriff fürs Fußballlehrbuch ab und stellt auf 0:3. Die Partie ist längst entschieden, der GAK spielt die Partie ganz trocken nach Hause und begibt sich nach dem Schlusspfiff auf die wohlverdiente Ehrenrunde vor gut und gerne 2000 GAK Fans.
Ales Ceh wirkte nach dem Schlusspfiff zwar zufrieden, fand aber auch einen Kritikpunkt: „Wir haben insgesamt ein sehr gutes Spiel gemacht und haben auch in dieser Höhe absolut verdient gewonnen. Die Chancenauswertung war natürlich mangelhaft, daran müssen wir arbeiten. Heute war es schlussendlich nicht so tragisch, es werden aber auch knappere Spiele folgen, wo man dann nicht so leichtfertig mit seinen Chancen umgehen darf“. Ähnliche Worte fand auch Kapitän und Abwehrchef Christian Deutschmann: „Wir haben einen Gegner selten so dominiert wie heute die Sturm Amateure. Wenn wir jetzt noch unsere Chancen besser nutzen, dann bin ich sehr zuversichtlich für die kommenden Aufgaben!“
Nächste Woche steht endlich das erste echte Heimspiel auf dem Programm, Austria Klagenfurt wird zu Gast in der UPC Arena sein. Spätestens nach der heutigen Vorstellung der Roten kann das Motto für die Anhänger nur lauten: Dauerkarte holen und dabei sein!
SK Sturm Amateure – Grazer AK 0:3, UPC Arena, 2900 Zuschauer;
Torfolge:
16. Christian Schilling 0:1
28. Herbert Rauter 0:2
67. Herbert Rauter 0:3
SK Sturm Amateure:
Schachner - Cicak, Neuhold (69. Schmölzer), Hütter, Schnaderbeck (46. Hofer) - Ranftl, Maric, Stangl (62. Schmerböck), Schloffer - Dengg, Rother;
Grazer AK:
Pösendorfer - Steiner (86. Tschermanek), Deutschmann, Kammerhofer, Fink -
Durlacher (74. Berger), Hofer, Nutz, Schilling - Rauter, Brauneis (68. Kollmann);
Gelbe Karten:
Maric bzw. Durlacher, Berger;