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Tabelle

Team Sp. Punkte
1. FC Pasching 14 35
2. LASK Linz 14 31
3. SC Kalsdorf 14 26
4. Austria Klagenfurt 14 25
5. Villacher SV 14 21
6. Grazer AK 14 20
7. SAK Klagenfurt 14 19
8. SV Allerheiligen 14 18
9. UVB Vöcklamarkt 14 18
10. FC Gratkorn 14 17
11. SV Wallern 14 17
12. Union St.Florian 14 13
13. DSV Leoben 14 11
14. SV Feldkirchen 14 11
15. SK Sturm Ama. 14 10
16. KSV Amateure 14 9

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Erste Hälfte Hui, zweite Pfui – und trotzdem gewinnt der GAK in Vöcklamarkt mit 2:5 (0:4)


Geposted ,26 / August / 2011

Die bloßen Fakten des Spieles lesen sich sehr gut. Ein vor der Pause vollkommen überlegener GAK gewinnt in Vöcklamarkt nach Toren von Brauneis, Hofer, Deutschmann, Rauter und Fink grundsätzlich verdient mit 5:2 (4:0). Grundsätzlich deshalb, weil die Mannschaft nach dem Wechsel alles das vermissen lässt, was unser Spiel vor der Pause ausgezeichnet hat.

Aber beginnen wir mit den schönen Seiten des heutigen Tages und derer gab es vor dem Seitenwechsel viele. Ein disziplinierter, taktisch hervorragend eingestellter und sehr aggressiver GAK zwingt dem Gegner von der ersten Sekunde weg sein Spiel auf und dominiert die Partie nach Belieben. Der Gastgeber kann auf den überfallsartig agierenden Meisterschaftsfavoriten nicht reagieren, hat auf das schnelle Kombinationsspiel keine Antwort und so sind die Tore eine Frage der Zeit. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde ist es dann Torjäger Daniel Brauneis, der nach einem Eckball die Verwirrung in der Vöcklamarkter Defensive ausnutzt und aus kurzer Distanz mit dem linken Fuß trifft. Keine fünf Minuten später verwertet Michael Hofer einen Freistoß aus rund 20 Metern Torentfernung an der Mauer vorbei zum frühen 0:2. Dem Freistoß war ein Foul am starken Brauneis vorangegangen. Der GAK nun mit noch breiterer Brust, noch näher dran am Gegner und folglich noch überlegener im Spiel. Thomas Murg droht mit einem weiteren sehr gefährlichen Freistoß den Heimischen an, dass die Roten an diesem Abend noch lange nicht genug haben und Kapitän Deutschmann und Topscorer Rauter lassen dieser „Drohung“ dann wenig später auch gleich Taten folgen. Nach einem klugen Pass in den Strafraum ist zunächst der Kapitän mit dem 0:3 an der Reihe, für das schönste Tor vor dem Pausentee sorgt dann jedoch Herbert Rauter. Nach einem schönen Sololauf geht er im Zweikampf bereits zu Boden, ist blitzschnell wieder auf den Beinen, dreht sich am 16er schnell um die eigene Achse und lässt mit einem tollen Schuss ins lange Eck Tormann Harrant keine Chance. Mit einem in dieser Höhe auch durchaus verdienten 0:4 geht es dann auch in die Pause und aus dieser kommt der GAK leider nur noch körperlich zurück…

Von einem Moment auf den anderen scheint alles vergessen, was unser Spiel vor der Pause ausgezeichnet hat und so bekommen die Gastgeber im Laufe der zweiten Halbzeit Oberhand und finden auch glatt wieder zurück ins Spiel. Nach einer rund 25-Minütigen Abtastphase trifft zunächst Vitzthum nach einem Eckball völlig ungedeckt per Kopf zum 1:4 und ruiniert somit die Torsperre von Rene Pösendorfer. Nur sieben Minuten später kommt es für unsere Mannen dann noch dicker, einem berechtigten Elferpfiff folgt ein locker verwandelter Treffer aus dem Strafstoß, nur noch 2:4. Und plötzlich droht die Partie sogar kurz zu kippen, die Mannen von Ales Ceh kommt nicht mehr in die Zweikämpfe, die Ordnung im Spiel ist nicht mehr vorhanden und unsere wenigen Entlastungsangriffe versanden früh und entwickelen sich zum Bumerang für das eigene Tor. Erst nach 93 Minuten darf man kollektiv Durchatmen – der eingewechselte David Fink wird links schön freigespielt und trifft cool und lässig zum Endstand.

Unterm Strich, wenn man die kompletten 90 Minuten betrachtet, in jedem Fall ein verdienter Sieg für unsere Rotjacken. Jetzt dürfte dann hoffentlich jeder erkannt haben, dass 80% in dieser Liga zu wenig sind. So sah es auch Co-Trainer Herfried Sabitzer, der nach dem Spiel die Problem deutlich anspricht: „Wir müssen froh sein, dass wir zur Pause 0:4 geführt haben. Was wir nach der Pause gemacht haben war nicht in Ordnung. Da haben wir alles vermissen lassen, was uns normal auszeichnet. Die Mannschaft hat genau das Gegenteil davon gemacht, was wir eigentlich in der Pause besprochen haben.“

Im Endeffekt zählen die drei Punkte, in der Tabelle sind wir wieder am nächsten Gegner Gratkorn vorbeigezogen und somit Zweiter, zwei Punkte hinter dem VSV.


UVB Vöcklamarkt - Grazer AK 2:5 (0:4), Waldstadion Vöcklamarkt, 1200 Zuschauer;

Torfolge:
17. Daniel Brauneis 0:1
21. Michael Hofer 0:2
33. Christian Deutschmann 0:3
39. Herbert Rauter 0:4
69. David Vitzthum 1:4
76. Stefan Sammer (Elfmeter) 2:4
92. David Fink 2:5

UVB Vöcklamarkt:
Harrant - Sammer, Hasenöhrl, Sammer, Vitzthum - Grössinger, Kirnbauer, Laganda, Stanisavljevic - Gilhofer, Weiss (46. Lexl);

Grazer AK:
Pösendorfer - Steiner, Kammerhofer, Deutschmann, Schilling - Durlacher, Hofer (46. Berger), Nutz (84. Fink), Murg (67. Kollmann) - Rauter, Brauneis;

Gelbe Karten:
Sammer M., Lexl, Vitzthum bzw. Hofer, Steiner, Durlacher;