Florianiprinzip 2.0: Aus einer Chance zwei Tore – Sängerknaben schlagen Meisterknaben 2:0
Geposted
,15 / Mai / 2012
Das nennt man effizient: Aus einer Chance zwei Tore machen und als Sieger vom Platz gehen. Die an vielen Positionen veränderte GAK-Mannschaft war in einer Partie um des Kaisers Bart heute ein dankbarer Gegner für die Gäste aus Oberösterreich...
Sage und schreibe neun Ausfälle mussten die Reds heute wegstecken, selbst für den Meister der eine oder andere zu viel. Zu den verletzten Nutz, Steiner, Oved und Kammerhofer gesellte sich Thomas Murg (U19 Nationalteam), sowie Fink, Schilling, Deutschmann und Fuchshofer, die allesamt kurzfristig aufgrund einer Grippeerkrankung passen mussten. So musste Ales Ceh kräftig umstellen, in der Abwehr begann Raudner neben Radakovics, an den Außenpositionen durften Berger und der junge Alexander Hofer ran. Im Mittelfeld bekam Christian Tschermanek seine Chance von Beginn an. Und ungefähr 10 Minuten dauerte es, bis diese neu formierte Meistermannschaft zu sich fand. Dann entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor in Liebenau, in Minute 19 brannte es erstmals im Gästestrafraum. Der heute sehr spielfreudige Daniel Brauneis setzte sich gegen zwei Verteidiger durch und brachte einen satten Schuss an, den Höbarth im Gästetor gut entschärfte. In der Folge verschob sich das Spiel vollends in die „Red Zone“ der Oberösterreicher und es war wieder Brauneis, der nach toller Vorarbeit von Rauter die zweite gute Chance für die Roten verbuchte, wieder konnte sein Schuss aber von Höbarth geklärt werden. Dennoch schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis es im Gästetor klingeln würde – zumindest bis zur 36. Minute. Da brachen die Sängerknaben das erste Mal was halbwegs Gescheites nach vorne, den Schuss konnte Leitner allerdings souverän klären. Leider schossen die Roten beim darauf folgenden Spielaufbau den Bock des Tages und servierten Gästestürmer Wurmlinger per Fehlpass die Kugel so mustergültig, dass der gar nicht anders konnte, als zur völlig unverdienten Führung für die Gäste einzuschießen. Damit war der Spielfluss bei den Roten fürs Erste dahin und so ging es mit 0:1 in die Halbzeitpause.
In den zweiten 45 Minuten kippte das Spiel noch mehr wie auf einer schiefen Ebene in Richtung Tor der Gäste, allein die konkreten Tormöglichkeiten blieben weitgehend aus. Mal wird ein schöner Pass im letzten Moment abgefangen, dann wirft sich einer im letzten Moment in den Schuss. Auch die Einwechslung der „KM II Youngsters“ Büchner, Ivanescu und Bjelotomic brachte zwar noch mal eine Brise frischen Wind, aber keine Tore für die Roten. Lediglich bei Schüssen von Rauter und Tschermanek und einem Kopfball von Radakovics hätte der Ausgleich fallen können. Er fiel aber nicht. Und so kam, was kommen musste: In der 92. Minute kamen die Gäste das einzige Mal von sich aus gefährlich vors GAK-Tor und Hintringer schob zum 2:0 ein. Dann war Schluss. Die knapp 2700 Fans verabschiedeten ihre Mannschaft dennoch mit Anstandsapplaus, denn außer dem saublöden ersten Gegentor haben sich die Jungs nicht viel vorzuwerfen. Druck wurde gemacht, schöne und schnelle Aktionen wurden probiert, die Stürmer setzten sich einige Mal gut in Szene, aber dennoch ging man als Verlierer vom Platz. So resümierte auch Chefcoach Ales Ceh nach der Partie: „Wir hatten in der ersten Hälfte Probleme ins Spiel zu finden, dazu haben wir uns dann selbst ein Tor geschossen. Die zweite Hälfte war gut, wir haben uns auch einige Chancen erarbeitet, leider ist uns kein Tor gelungen. Insgesamt ist es natürlich schade, denn die Gäste sind kaum vor unser Tor gekommen.“
Schwamm drüber, in unserer momentanen Situation ist diese Niederlage zum Glück, frei nach Hans Krankl, ohnehin irre-relevant. Am Samstag in Allerheiligen gibt’s bereits die nächste Chance für die Jungs, die Scharte auszumerzen.
HIER gehts zu den Fotos vom Spiel!
Auf die Roten!
Grazer AK - Union St. Florian 0:2 (0:1), UPC Arena, 2600 Zuschauer;
Torfolge:
0:1 Wurmlinger S. (34.)
0:2 Hintringer (93.)
Grazer AK:
Leitner - Berger, Radakovics, Raudner, Hofer - Tschermanek (69. Büchner), Leitgeb, Hofer, Durlacher (86. Bjelotomic) - Brauneis (77. Ivanescu), Rauter;
Union St. Florian:
Höbarth - Hinterreiter, Antonitsch, Schmidthaler, Zauner (53. Hintringer) - Winkler, Mitterndorfer, Hermes, Babler (88. Ortner) - Wurmlinger (70. Renner), Wurmlinger;
Gelbe Karten: Rauter bzw. Hintringer und Wurmlinger;