Der Vorgänger von Harald Sükar ist zugleich der erfolgreichste Vereinspräsident in der Geschichte des GAK: Mag. Rudi Roth. Als oberster Verantwortlicher für den ersten Meistertitel gelang ihm etwas Einmaliges, mit dem Bau des GAK-Trainingszentrums in Graz-Andritz setzte er sich selbst ein Denkmal. Und schon zuvor hatte ganz Fußball-Österreich seine Blicke nach Graz gerichtet, als Rudi Roth mit „seinem“ GAK im Jahr 2002 das 100-jährige Bestehen feierte. Nach vier Jahren an der Spitze gönnte der erfolgreiche Geschäftsmann sich und seinem Unternehmen den Schritt zurück in die zweite Reihe.
Der gebürtige Gnaser Rudi Roth begleitet den GAK nicht nur schon seit Jahrzehnten in unterschiedlichsten Vorstands-Funktionen, er stand auch selbst als Profi für die „Rotjacken“ auf dem Platz. Mit ihm als Tormann gelang der Mannschaft des GAK nach dem Abstieg 1974 der sofortige Wiederaufstieg, insgesamt stand er für etwa 100 Spiele erfolgreich zwischen den Pfosten – darunter sieben Stadtderbys ohne eine einzige Niederlage. Schon während der sportlichen Karriere begann sein wirtschaftlicher Erfolg mit seiner Firma „Heizöle Roth“, gleich danach sein Engagement als Vorstandsmitglied des GAK, das bis heute andauert.
Seit Jahrzehnten ist der Name Heribert Kasper untrennbar mit dem GAK verbunden. Noch heute ist seine Begeisterung für jeden, der in seiner Nähe ein GAK-Spiel sieht, ansteckend. Er stand von 1977 an sechs Jahre lang an der Spitze des GAK und führte dabei die Arbeit seines „Vorbildes“ als Funktionär, Konrad Reinthaler, fort. Denkwürdigster Augenblick seiner Amtszeit war der Cupsieg 1981, der erste österreichische Titel für einen steirischen Verein überhaupt.
Selbst nach fast 30 Jahren ist Konrad Reinthaler als Retter des GAK ein Begriff: Nachdem Sponsor ATS-Bank 1976 in die Pleite geschlittert war, hing auch die Zukunft des Vereins an einem seidenen Faden. Der Direktor der Grazer Handelsakademie folgte Horst Melcher als GAK-Präsident und schaffte es, genügend Fans, Sponsoren und Politiker zu überreden, dem GAK noch eine (finanzielle) Chance zu geben, um den Konkurs abzuwenden. Eine Chance, die seine Nachfolger eindrucksvoll genutzt haben. Das Bild des Hofrates, der bei Grazer Kaufleuten für den GAK „bettelt“, wurde Teil der Vereinsgeschichte.